SchulBrücke Weimar
Die SchulBrücke Weimar ist ein seit Herbst 2002 jährlich stattfindendes Jugendprojekt mit wechselnden Themen, das die Deutsche Nationalstiftung initiiert hat und das sie in Weimar zusammen mit der Europäischen Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar durchführt. Bei der SchulBrücke treffen sich Schüler aus Frankreich, Polen und Deutschland zu einer Projektwoche in Weimar. Ihr Ziel ist es, die bislang erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse der Schüler zu erweitern; zudem soll sie natürlich auch noch Spaß machen!
Um nachhaltige Ergebnisse erzielen zu können, war es der Deutschen Nationalstiftung dabei besonders wichtig, dass sich die Schüler anhand von speziellen Aufgaben schon vor der Anreise mit dem geplanten Programm beschäftigen, und die Ergebnisse während der Projektwoche auch den Schülern aus den anderen Ländern präsentieren. Ganz nebenbei lernen die Jugendlichen auf spielerische Weise so den Kulturraum Weimar gemeinsam mit anderen jungen Menschen aus Europa kennen.
Hier sehen Sie Bilder zur SchulBrücke Weimar »1806 und die Ambivalenzen der Moderne - ein Epochenumbruch beginnt in Thüringen«.
Staatspräsident Valéry Giscard d'Estaing besucht die SchulBrücke Weimar
Die Schülerinnen und Schüler aus Deutschland, Polen und Frankreich hatten am 25. September hochrangigen Besuch: Valéry Giscard d'Estaing besuchte die Schulbrücke Weimar auf Einladung der Deutschen Nationalstiftung. Für den ehemaligen französischen Staatspräsidenten und Präsidenten des Europäischen Verfassungskonvents war es der erste Besuch in der Klassikerstadt Weimar. Den Auftakt bildete ein Vortrag Giscard d’Estaings im Reithaus in Weimar. Thema seines Vortrags war: Hat Europa eine kulturelle Identität? Die Diskussion um ein vereintes Europa war und ist immer auch mit der Diskussion um die kulturelle Vielfalt in Europa und deren Erhalt verbunden sowie mit der Frage einer Europäischen Identität. Muss Europa - wenn es ein Europa der Menschen werden soll - neben der wirtschaftlichen Entwicklung auch eine "kulturelle Seele" bekommen? Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt des Vortrages und der anschließenden Diskussion mit den Schülerinnen und Schülern. Giscard d’Estaing hat stets mit größtem persönlichen Gewicht für die Europa-Idee geworben und viel für den Fortgang der Integration getan, besonders auch durch seine kluge und weitsichtige Leitung des Europäischen Verfassungskonvents.
Für die Jugendlichen bildete sein Vortrag im Rahmen des „Weimarer Dialogs zur Jugend in der Zeit“ eine Geschichtsstunde der besonderen Art. Doch dabei blieb es nicht: Giscard d’Estaing suchte das Gespräch mit den Jugendlichen und warb voller Inbrunst für die europäische Idee. Die kritischen Fragen zur Europäischen Union bis zum G8-Gipfel beantwortete Giscard d’Estaing stets charmant und genau. Zur Sprache kam die Freundschaft zwischen Frankreich und Deutschland. Die Europäische Union und die Globalisierung entlocken ihm aber auch kritische Töne. Die Europäische Union müsse sich selber besser organisieren war wohl sein eindringlichster Appell. Nach der Veranstaltung begleitete der ehemalige Staatspräsident die Jugendlichen zu Fuß in die Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte in Weimar. Beim gemeinsamen Abendessen in der Mensa und beim anschließenden Kamingespräch mit den Teilnehmern der SchulBrücke konnten die Schülerinnen und Schüler auch private Fragen stellen, nach seinen Hobbys und ob Valery Giscard d’Estaing überhaupt noch Lust auf Politik hätte. Seine Antwort: „Wäre ich sonst hier?“
Bilder vom Besuch von Staatspräsident Valéry Giscard d'Estaing:
Weitere Informationen in folgendem Faltblatt im PDF-Format zum Herunterladen.
Verein zur Förderung der Deutschen Nationalstiftung
Deutsche Schule Paris / LÉcole Allemande de Paris
John-Lennon-Gymnasium, Berlin-Mitte
Willy-Brandt-Schule, Deutsche Schule, Warschau
Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte, Weimar
Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium, Bonn

