Deutscher Nationalpreis 2006

Der diesjährige Nationalpreis der Deutschen Nationalstiftung geht an die Herbert-Hoover-Realschule in Berlin-Wedding. Die Preisverleihung fand am 27. Juni um 11.00 Uhr im Französischen Dom zu Berlin statt. Die Lau­datio hielt der Präsident des Deutschen Bundestages, Dr. Norbert Lammert.

An der Herbert-Hoover-Realschule in Berlin - Wedding werden 370 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Sie stammen zu über 90 % nicht aus Deutschland und sprechen acht verschiedene Muttersprachen.

Zur Verbesserung eines gemeinsamen, niemand ausschließenden Schullebens und künftiger Berufsaussichten haben sich Schüler, Eltern und Lehrer nach intensiver Diskussion und ohne behördliches Zutun auf die Schulsprache Deutsch geeinigt. Diese Eigeninitiative der Schule unterstreicht die Bedeutung der Sprache als Integrationsvoraussetzung, ohne die kulturellen Wurzeln der beteiligten Menschen anzutasten.

Das Vorgehen ist weit über Berlins Grenzen hinaus zu einem Beispiel eigener Interessenwahrnehmung im Rahmen einer aktiven Zivilgesellschaft geworden. Die Deutsche Nationalstiftung würdigt diese beispielgebende Leistung mit ihrem diesjährigen Nationalpreis.

"Schüler, Eltern und Lehrer der Herbert-Hoover-Schule haben die Identität stiftende Wirkung der gemeinsamen Sprache erkannt, nicht auf staatliche Regulierungen gewartet und den Begriff der Nation durch ihr pragmatisches Verhalten mit Leben gefüllt und in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gehoben", erläuterte der Senatspräsident der Deutschen Nationalstiftung, Ministerpräsident a.D. Professor Dr. Kurt Biedenkopf die Entscheidung.

Pressemitteilung vom 25. Mai 2006: Volltext Kurzfassung

Die Laudatio des Präsident des Deutschen Bundestages, Dr. Norbert Lammert, finden Sie hier.

Eine Dokumentation der Veranstaltung finden Sie in Kürze hier.

Bilder der Veranstaltung

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Aktuell

26.05.2020

Torsten Pötzsch,
© Stadt­verwaltung Weißwasser/O.L.

Deutscher Nationalpreis 2020 geht an Torsten Pötzsch. Der Oberbürgermeister der ostsächsischen Kleinstadt Weißwasser wird für seinen starken Einsatz gegen Hass und Spaltung in seiner Kommune ausgezeichnet, stellvertretend für viele Kommunalpolitiker, die sich ebenso für unsere Demokratie und die Bewahrung einer offenen Gesellschaft einsetzen.

Den Förderpreis 2020 erhält die Initiative „No Hate Speech Movement“, die sich in vielen Ländern gegen Hetze im Netz engagiert.

Pressemeldung


Wir gedenken mit großer Dankbarkeit unseres Gründungsmitglieds, des Physikers Prof. Dr. Reimar Lüst.

Der Wissenschaftsmanager, langjährige Präsident der Max-Planck-Gesellschaft und frühere Generaldirektor der ESA setzte sich mit großem persönlichem Engagement dafür ein, dass die Stiftung entstehen konnte. Gemeinsam mit Helmut Schmidt, Kurt Masur, Kurt Biedenkopf und Peter Kreyenberg gehörte er im Jahr 1993 dem Vorstand an und blieb der Stiftung als kundiger Berater stets verbunden. Er ist am 31.03.20 im Alter von 97 Jahren verstorben.


Podiumsdiskussion am 17.03.20 zum Thema Demokratie braucht: Haltung – ein alter Begriff, eine aktuelle Forderung
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Veranstaltung wurde abgesagt


Neue Geschäftsführung ab Januar 2020 – Dr. Agata Klaus wird neue Geschäfts­führerin der Deutschen Nationalstiftung.
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Gremien­mitglied Prof. Dr. Susanne Schröter, Leiterin des Forschungs­zentrums Globaler Islam an der Frankfurter Universität, im Interview mit dem Deutschland­funk zum Thema: Politischer Islam in Deutschland


Podiumsdiskussion am 05.11.19 in Weimar zum Thema: „100 Jahre Weimarer Verfassung und die Zukunft der Demokratie“ mit einer Einführung des Historiker Prof. Dr. Heinrich August Winkler


Teilnehmer der SchulBrücke Europa in Heidelberg


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