Diskussion mit dem Autor Feridun Zaimoğlu über die Sprache als Vehikel

Donnerstag, 15. Oktober, 19:00 Uhr, Haus der Patriotischen Gesellschaft von 1765, Reimarus-Saal, Trostbrücke 6, 20457 Hamburg

Kulturelle Aneignung als unverzichtbare Kulturtechnik – diese Einsicht von Feridun Zaimoğlu bildet den Ausgangspunkt unserer kommenden Veranstaltung, die sich mit der Frage beschäftigt, wie kulturelle Ausdrucksformen in einem sich wandelnden Deutschland neu verhandelt werden.

Feridun Zaimoğlu, dessen Beitrag „München“ in den aktuellen Berichten zur Lage der Nation erscheint und die Spannungsbögen einer Kulturnation beleuchtet, die zum Einwanderungsland geworden ist, spricht mit Dr. Thomas Mirow, dem Herausgeber der Berichte, über Erinnerungskultur und die Entwicklung der kulturellen Vielfalt in unserem Land.

Im Fokus stehen eine Baselitz-Ausstellung, die Rolle der Sprache als Vehikel und die essenziellen, unersetzlichen Beiträge von Zuwanderinnen und Zuwanderern zur deutschen Kultur der Gegenwart.

Feridun Zaimoğlu ist Schriftsteller, Dramatiker, Drehbuchautor, bildender Künstler und Publizist. In seinen Romanen, Essays und Theatertexten setzt er sich mit Fragen über Sprache, Identität, Erinnerung und kulturelle Zugehörigkeit auseinander. Für sein literarisches Werk wurde er vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Berliner Literaturpreis oder dem Walter Kempowski Preis für biografische Literatur.

Die Deutsche Nationalstiftung veröffentlicht Anfang Oktober den siebten Band ihrer Reihe „Berichte zur Lage der Nation“ mit dem Titel „Kulturnation Deutschland“. Darin sind  neun Beiträge renommierter Autorinnen und Autoren versammelt, die sich mit der Frage auseinandersetzen, welche Bedeutung der Begriff der „Kulturnation“ in einer globalisierten, sich rasant verändernden Welt noch für Deutschland hat? Mit Beiträgen von u. a. Florian Illies, Sandra Richter und Herbert Grönemeyer. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Patriotischen Gesellschaft von 1765 statt.

Details zur Anmeldung folgen.