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Berichte zur Lage der Nation

Mit den Berichten zur Lage der Nation möchte die Deutsche Nationalstiftung einen Debattenbeitrag leisten. Namenhafte Autorinnen und Autoren nehmen Stellung zu wichtigen Grundsatzthemen, bieten Lösungsansätze und Ausblicke.

Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine hat die epochalen Umbrüche unserer Zeit noch einmal dramatisch zugespitzt und Europa auf einen Schlag wieder in den Mittelpunkt des Weltgeschehens gerückt. Wir stehen am Beginn einer neuen Zeit – und es ist kaum absehbar, wie die EU der 27 darauf reagieren wird: Werden populistische Kräfte noch stärker? Droht die europäische Einigung in Gefahr zu geraten? Oder sorgt die wachsende Unordnung in der Welt für einen Weckruf, der die Europäer veranlasst, enger zusammenzurücken?

Im dritten Band unserer Berichte zur Lage der Nation nehmen acht führende europäische Köpfe – darunter Daniela Schwarzer, Juli Zeh, Sigmar Gabriel und Piotr Buras – die Politikfelder in den Blick, auf denen die Zukunft Europas entschieden wird, und formulieren realistische Perspektiven für ein gestärktes Europa.

Dieser dritte Band erscheint im November 2022 wieder im Murmann-Verlag, Herausgeber ist Thomas Mirow.

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Herausgeber

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Thomas Mirow, geb. 1953, aufgewachsen in Paris, promovierte in Bonn bei Karl Dietrich Bracher über Frankreichs Europapolitik (1975). Viele Jahre arbeitete er für Willy Brandt, bevor ihn Klaus von Dohnanyi nach Hamburg holte, wo er später ein Jahrzehnt als Senator wirkte. Nach einer Station im Kanzleramt als wirtschaftspolitischer Berater von Gerhard Schröder, wechselte er als Staatssekretär ins Bundesfinanzministerium. Anschließend leitete er die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung in London. Heute nimmt Thomas Mirow eine Reihe von Aufsichtsratsmandaten wahr und ist Vorstandsvorsitzender der Deutschen Nationalstiftung.

Autoren

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Petra Bendel, geb. 1965, ist Professorin für Politische Wissenschaft an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Dort leitet sie den Forschungsbereich Migration, Flucht und Integration. Sie ist Vorsitzende des Sachverständigenrats für Integration und Migration, Projektleiterin des Forschungsverbundes »Flucht, Flüchtlingsforschung, Vernetzung und Transfer« und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge.

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Heinrich Brauß, geb. 1953, ist Generalleutnant a. D. der Bundeswehr. Von Oktober 2013 bis Juli 2018 war er Beigeordneter Generalsekretär der NATO für Verteidigungspolitik und Streitkräfteplanung, zugleich Leiter der Abteilung Verteidigungspolitik und Streitkräfteplanung im Internationalen Stab der NATO und Vorsitzender des Verteidigungsund Planungsausschusses des Nordatlantikrats. Heute ist er Senior Associate Fellow der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik und Mitglied des Vorstands der Deutschen Atlantischen Gesellschaft sowie Mitglied im Senat der Deutschen Nationalstiftung.

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Piotr Buras, geb. 1974, leitet das Warschauer Büro des European Council on Foreign Relations (ECFR). Er ist Journalist, Autor und Experte für deutsche und europäische Politik. Zwischen 2008 und 2012 arbei242 tete er als Kolumnist und Berlin-Korrespondent für Gazeta Wyborcza, nachdem er Ende der 1990er-Jahre am Zentrum für Internationale Beziehungen in Warschau tätig war, anschließend am Institut für Deutschlandstudien der Universität Birmingham und an der Universität Wroclaw, später als Gastwissenschaftler bei der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin. Er ist Mitglied im Senat der Deutschen Nationalstiftung.

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Sigmar Gabriel, geb. 1959, war von 1999 bis 2003 niedersächsischer Ministerpräsident, stand danach verschiedenen Bundesministerien vor und war von 2017 bis 2018 Bundesaußenminister. Zwischen 2013 und 2018 war er Vizekanzler und von 2009 bis 2017 Vorsitzender der SPD. 2019 wurde er zum Vorsitzenden der Atlantik-Brücke gewählt und legte im selben Jahr sein Abgeordnetenmandat nieder. Er gehört verschiedenen Aufsichtsräten an, hat einen Lehrauftrag an der Universität Bonn und ist Senior Fellow der Universität Harvard. Er ist Mitglied im Senat der Deutschen Nationalstiftung.

Bild: Christina Kloodt/EUF

Anna Katharina Mangold, geb. 1977, ist seit 2019 Professorin für Europarecht an der Europa-Universität Flensburg und forscht dort unter anderem zur Verschränkung der Rechtsordnungen in der EU, zu den demokratischen Bedingungen europäischen Rechts und Regierens, in den Bereichen der Rechtsphilosophie und Verfassungsgeschichte sowie zu den sozioökonomischen Bedingungen rechtlicher Regulierung. Von 2012 bis 2019 leitete sie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main das Forschungsprogramm »Demokratische Inklusion durch Recht«.

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Klaus Regling, geb. 1950, ist seit Oktober 2012 geschäftsführender Direktor des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) und seit Juni 2010 CEO der Europäischen Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF). Davor war er zehn Jahre beim Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington und Jakarta tätig und für weitere zehn Jahre beim deutschen Bundesfinanzministerium (BMF). Von 2001 bis 2008 hatte er die Position des Generaldirektors für Wirtschaft und Finanzen bei der Europäischen Kommission in Brüssel inne.

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Daniela Schwarzer, geb. 1973, ist Expertin und Beraterin für Außen- und Europapolitik. Sie leitet die Open Society Foundations in Europa und Zentralasien, die sich für Rechtstaatlichkeit und Demokratie einsetzt. Sie ist zudem Honorarprofessorin an der Freien Universität Berlin und war 2022 Pierre-Kelly-Professorin an der Harvard Kennedy School of Government. Von 2017 bis 2021 war sie Direktorin der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik.

Bild: Peter von Felbert

Juli Zeh, geb. 1974, ist Schriftstellerin und Juristin. Ihr Debütroman Adler und Engel (2001) wurde zu einem Welterfolg und inzwischen sind ihre Romane in 35 Sprachen übersetzt. Sie wurde für ihre Werke mit zahlreichen Literaturpreisen wie unter anderem dem Thomas-Mann- Preis (2013) ausgezeichnet und erhielt 2018 das Bundesverdienstkreuz. 2018 wurde sie zur ehrenamtlichen Richterin am Verfassungsgericht des Landes Brandenburg gewählt.