Herbert Grönemeyer erhält den Deutschen Nationalpreis 2026
Die Deutsche Nationalstiftung ehrt in diesem Jahr den Musiker Herbert Grönemeyer. Der Förderpreis geht an das Projekt Rhapsody in School. Die Auszeichnungen werden am 23. Juni 2026 in Berlin überreicht.
„Mit der Verleihung des Deutschen Nationalpreises 2026 wollen wir Herbert Grönemeyers außerordentliche künstlerische Leistung und zugleich sein überzeugendes Engagement für die Werte unserer Demokratie würdigen“, sagte Thomas Mirow, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Nationalstiftung und Vorsitzender der Preis-Jury. „Mit seiner Musik und den Texten seiner Lieder hat Herbert Grönemeyer deutsche Popgeschichte geschrieben und damit einen wichtigen Beitrag zur Kultur unseres Landes geleistet. Sein stetiger Einsatz für eine offene, freiheitliche Gesellschaft und sein glaubwürdiges Plädoyer für soziale Gerechtigkeit haben ihn darüber hinaus für viele Menschen zum Vorbild werden lassen“, erklärte Mirow.
Herbert Grönemeyer freut sich, den Preis im Juni entgegenzunehmen. „Als Kind des Ruhrgebiets, schon in den 50er/60er-Jahren ein Schmelztiegel in Europa, wurde ich groß auf engstem Raum mit Menschen aller Nationalitäten, Kulturen, Religionen, Ansichten und Spielauffassungen. Ich wuchs auf als ein Teil dieses Wirtschaftswunderteams“, sagte Grönemeyer. Für diese Erfahrung sei er dankbar, sie habe ihn geprägt. Daraus erwachse auch eine Verantwortung, Vielfalt und jeden Menschen – egal welcher Herkunft – zu schützen und gegen Ausgrenzung, Hass und Hetze zu verteidigen.
„Es stecken enorm viel wertvolle Lebensfreuden, Zukünfte und liebevolle Perspektiven in der Demokratie, kein Millimeter nach rechts!“, betonte Grönemeyer. Die Laudationes auf ihn bei der Preisverleihung am 23. Juni in Berlin halten Sigmar Gabriel, Vizekanzler a.D. und Mitglied im Senat der Deutschen Nationalstiftung, sowie der Schauspieler und Autor Matthias Brandt.
Rhapsody in School erhält Förderpreis 2026
Der Förderpreis der Deutschen Nationalstiftung geht in diesem Jahr an das Projekt Rhapsody in School, das herausragende Künstlerinnen und Künstler aus Klassik und Jazz an Schulen vermittelt. „Die Auseinandersetzung mit erfahrenen Kunstschaffenden und ihrer Musik weckt bei Kindern und Jugendlichen die Neugierde und Motivation, selbst musikalisch tätig zu werden und sich einzubringen“, erläuterte Mirow die Entscheidung der Jury. „Ein solcher intensiver Austausch zwischen Musikerinnen und Musikern und jungen Menschen erweitert ihren Horizont und stärkt das demokratische Miteinander“, sagte Mirow.
„Rhapsody in School ermöglicht direkte Begegnungen. Durch gegenseitiges Zuhören und gemeinsames Musizieren erhalten die jungen Menschen einen niederschwelligen, oft ersten Zugang zu künstlerischem Schaffen und Leben“, erklärte Projektleiterin Julia Ströbel-Bänsch das Konzept. Träger von Rhapsody in School ist die Tonali gGmbH. Die Laudatio für Rhapsody in School hält Serap Güler, Staatsministerin im Auswärtigen Amt und ebenfalls Mitglied im Senat der Deutschen Nationalstiftung.
Akkreditierung für die Verleihung
Die Verleihung des Deutschen Nationalpreises 2026 und des Förderpreises findet am Dienstag, 23. Juni 2026, um elf Uhr in der Französischen Friedrichstadtkirche in Berlin statt.
Sie möchten für Ihre Berichterstattung bei der Preisverleihung am 23. Juni 2026 in Berlin dabei sein, dort filmen oder fotografieren? Akkreditieren Sie sich dafür bitte zeitnah bei uns, indem Sie an presse@nationalstiftung.de schreiben.
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Paul Meerkamp
Öffentlichkeitsarbeit für die Deutsche Nationalstiftung
Telefon: +49 177 82996 97
E-Mail: presse(at)nationalstiftung.de
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Hintergrundinformationen
Mit dem Deutschen Nationalpreis ehrt die Deutsche Nationalstiftung seit 1997 jedes Jahr Personen und Organisationen, die sich für eine demokratische Gesellschaft engagieren. Der parallel verliehene Förderpreis zeichnet dabei bevorzugt Organisationen aus, die sich für den Zusammenhalt junger Menschen stark machen. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 50.000 Euro dotiert.
Die überparteiliche, unabhängige und gemeinnützige Deutsche Nationalstiftung fördert seit 1993 das Zusammenwachsen Deutschlands, gegründet von Helmut Schmidt und seinen Weggefährten. Die Stiftung stärkt die Idee einer friedlichen deutschen Nation als Teil eines vereinten Europas und engagiert sich für eine weltoffene Gesellschaft. Sie vergibt unter anderem jedes Jahr den Nationalpreis, veranstaltet europäische Jugendprojekte und bringt die „Berichte zur Lage der Nation“ heraus.