Professioneller Musiker musiziert zusammen mit Kindern

(Foto: Manfred Claudi)

Der Förderpreis der Deutschen Nationalstiftung geht in diesem Jahr an das TONALi-Projekt Rhapsody in School, das herausragende Künstlerinnen und Künstler aus Klassik und Jazz an Schulen vermittelt.

„Rhapsody in School“ wurde 2005 von dem Pianisten Lars Vogler ins Leben gerufen. Das musikalische Bildungsprojekt möchte Kindern und Jugendlichen aller Schulformen und Altersstufen den Zugang zu Klassik und Jazz erleichtern. Dafür besuchen professionelle Musikerinnen und Musikern die Schulen. In Klassenzimmern, Musiksälen oder Sporthallen kommen sie mit den jungen Menschen ins Gespräch. Sie spiele kurze Stücke und berichten von ihrem Instrument, ihrem künstlerischen Werdegang und ihrem Alltag als Musikerin oder Musiker.

Die Begegnungen sind bewusst niedrigschwellig gestaltet, um Hemmschwellen abzubauen. Im Vordergrund steht die Freude an der Musik. Die Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, Fragen zu stellen oder sogar selbst aktiv zu werden. „Rhapsody in School“ arbeitet mit einem breiten Netzwerk von Künstlerinnen und Künstlern zusammen, darunter renommierte Solistinnen, Solisten und Ensembles. Das Projekt wird von verschiedenen Förderern, Stiftungen und Privatpersonen unterstützt und kooperiert eng mit Schulen, Orchestern sowie Konzert- und Opernhäusern. Viele hunderte Musikerinnen und Musiker haben bereits mitgemacht.

Ein zentrales Anliegen von „Rhapsody in School“ ist die Förderung von Chancengleichheit. Es soll allen Kindern die Möglichkeit gegeben werden, hochwertige musikalische Bildung zu erleben. Das Projekt leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen. Es steht für eine moderne und interaktive Kulturvermittlung und zeigt, dass klassische Musik lebendig, zugänglich und bereichernd sein kann.
Träger von „Rhapsody in School“ ist Tonali e.V.

„Die Auseinandersetzung mit erfahrenen Kunstschaffenden und ihrer Musik weckt bei Kindern und Jugendlichen die Neugierde und Motivation, selbst musikalisch tätig zu werden und sich einzubringen“, erläuterte Mirow die Entscheidung der Jury. „Ein solcher intensiver Austausch zwischen Musikerinnen und Musikern und jungen Menschen erweitert ihren Horizont und stärkt das demokratische Miteinander“, sagte Mirow.

„Rhapsody in School ermöglicht direkte Begegnungen. Durch gegenseitiges Zuhören und gemeinsames Musizieren erhalten die jungen Menschen einen niederschwelligen, oft ersten Zugang zu künstlerischem Schaffen und Leben“, erklärte Projektleiterin Julia Ströbel-Bänsch das Konzept. Träger von Rhapsody in School ist die Tonali gGmbH.