Bild: Murmann-Verlag

Berichte zur Lage der Nation

Mit den Berichten zur Lage der Nation möchte die Deutsche Nationalstiftung einen Debattenbeitrag leisten. Namenhafte Autorinnen und Autoren nehmen Stellung zu wichtigen Grundsatzthemen, bieten Lösungsansätze und Ausblicke.

Wir sehen heute mit Sorge, wie auch in Deutschland die Grundlagen einer offenen Gesellschaft und das große Friedens-Projekt der europäischen Einigung in Zweifel gezogen werden. Die Deutsche Nationalstiftung hat daher beschlossen, dem mit jährlichen „Berichten zur Lage der Nation“ entgegenzuwirken. Er wird in diesem Jahr in Anlehnung an ihr Jahresmotto „Deutschland in den 20er Jahren: Was tun gegen Hass und Spaltung?“, im November 2020 unter dem Titel „Trotzdem: Was uns zusammenhält“ erscheinen und von Christoph Bertram und Thomas Mirow herausgegeben.

Das Spektrum der Beiträge erstreckt sich von der Frage nach dem gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland, über die Migration als Härtetest für die Demokratie und die neue Teilung zwischen Stadt und Land bis hin zum Diskurs über den Zusammenhalt zwischen Deutschland und Frankreich oder dem zusammenwachsen von Ost und West. Zu den Autoren 2020 zählen Heinrich A. Winkler, Marina Weisband, Reiner Klingholz, Sylvie Goulard, Michael Hüther, Susanne Schröter, Richard Schröder und Kerstin Faber.

Das Buch erscheint im November 2020 im Murmann-Verlag.

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Herausgeber

Christoph Bertram, geb. 1937, ist Jurist und Politologe. Von 1974 bis 1982 war er Direktor des Internationalen Instituts für Strategische Studien in London, 1982-1998 Redakteur und Diplomatischer Korrespondent der Wochenzeitung DIE ZEIT und 1998-2005 Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin. 2014/15 war er Berater des damaligen Außenministers Frank-Walter Steinmeier. Zahlreiche Veröffentlichungen zur internationalen Politik, darun­ter Europa in der Schwebe (1997) und Partner, nicht Gegner für eine andere Iran-Politik (2008).

Thomas Mirow, geb. 1953, aufgewachsen in Paris, promovierte in Bonn bei Karl Dietrich Bracher über Frankreichs Europapolitik (1975) und arbeitete anschließend viele Jahre für Willy Brandt. Nach über einem Jahrzehnt als Senator in Hamburg wurde er Staatssekretär im Bundesfinanzministerium und später Präsident der Europäischen Bank für Wiederaufbau in London. Thomas Mirow ist Vorstandsvorsitzender der Deutschen Nationalstiftung

Autoren

Bild: Lars Borges

Marina Weisband, geb. 1987 ist Diplompsychologin und Expertin für digitale Partizipation und Bildung. Von 2011 bis 2o12 war sie politische Geschäftsfüh­rerin der Piratenpartei Deutschland. Heute engagiert sie sich bei den Grünen in den Themenbereichen Digitalisierung und Bildung. Zuletzt erschien Wir nennen es Politik: Ideen für eine zeitgemäße Demokratie.

Bild: DNS

Heinrich August Winkler, geb. 1938, ist Historiker und lehrte von 1991 bis 2007 an der Humboldt Universität zu Berlin. Zu seinen Hauptwerken gehö­ren die zweibändige deutsche Geschichte Der lange Weg nach Westen und die vierbändige Geschichte des Westens. Zuletzt erschien Wie wir wurden, was wir sind. Eine kurze Geschichte der Deutschen.  Seit 2006 ist er im Senat der Deutschen Nationalstiftung.

Bild: DNS Banque de France

Sylvie Goulard, geb. 1964, ist Politologin und Publizistin. Von 2009 bis 2o17 war sie Mitglied des Europaparlaments und im Mai/Juni 2017 französische Ver­teidigungsministerin im ersten Kabinett von Édouard Philippe. Sie ist seit 2011 im Senat der Deutschen Nationalstiftung.

Bild: Sabine Sütterlin

Reiner Klingholz, geb. 1953, ist Bevölkerungsforscher, Journalist und Chemi­ker. Von 2003 bis 2o19 war er geschäftsführender Direktor des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung. Zuletzt hat er in Afrika an einem Projekt zu sprunghaften Entwicklungsmöglichkeiten gearbeitet. Dazu erschien zu­letzt Schnell, bezahlbar, nachhaltig. Wie in Afrika große Entwicklungssprünge möglich werden (gemeinsam mit Sabine Sütterlin, Alisa Kaps und Catherina Hinz).

Bild: Privat

Kerstin Faber, geb. 1977 ist Projektleiterin der Internationalen Bauausstellung (IBA) Thüringen, Planerin und Moderatorin von regionalen Entwicklungs­prozessen. Sie lebt in Berlin und Weimar. Gemeinsam mit Philipp Oswalt er­schien zuletzt Raumpioniere in ländlichen Regionen. Für das Architekturma­gazin Arch+ übernahm sie die Gastredaktion der Ausgabe Stadtland. Der neue Rurbanismus.

Bild: Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.

Michael Hüther, geb. 1962, ist Direktor des Instituts für deutsche Wirtschaft in Köln, Kurator des Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung und der Stiftung der Deutschen Wirtschaft. 2009 wurde er mit dem Bundesverdienst­kreuz am Bande ausgezeichnet. Zuletzt erschien Die erschöpfte Globalisierung: Zwischen transatlantischer Orientierung und chinesischem Weg (gemeinsam mit Matthias Diermeier und Henry Goecke).

Bild: DNS

Susanne Schröter, geb. 1957 ist Professorin für Ethnologie im Exzellenzclus­ter Herausbildung normativer Ordnungen an der Goethe-Universität Frank­furt. Dort ist sie ebenfalls Direktorin des Forschungszentrums Globaler Islam. Zuletzt erschien Politischer Islam. Stresstest für Deutschland.  Sie ist seit 2018 im Senat der Deutschen Nationalstiftung.

Bild: DNS

Richard Schröder, geb. 1943, ist Philosoph, Theologe und ehemaliger Frak­tionsvorsitzender der Sozialdemokratischen Partei in der DDR. Er engagiert sich zeitlebens für die Demokratie und gegen Legenden- und Mythenbildung rund um das wiedervereinigte Deutschland. Dazu erschien zuletzt zusammen mit Karl-Heiz Paqué Gespaltene Nation? Einspruch. Seit Stiftungsgründung gehört er verschiedenen Gremien an.